
ÜBER DIE
ZILLER GALERIE

Aktuelle WORKSHOPS im Rahmen der Ausstellung, einfach vorbei kommen, Eintritt frei
31. Mai 16:30 GESTALTUNG MIT ORNAMENTEN mit Klaus Giesriegl
7. Juni 16:30 LICHTBILDER AUS PRZELLAN KREIEREN mit Ines Nickchen
21. Juni 16:30 FOTOGRAFISCHE EXPERIMENTE mit Thomas Driendl
28. Juni 16:30 LICHTBILDER AUS PRZELLAN KREIEREN mit Ines Nickchen
Die Ausstellung Material – Zeit – Licht versammelt sieben künstlerische Positionen, die sich mit grundlegenden Bedingungen des Bildes und seiner Wahrnehmung auseinandersetzen. Im Zentrum steht das Spannungsfeld zwischen Materialität, zeitlicher Dimension und der formbildenden Kraft des Lichts – drei Parameter, die sowohl den künstlerischen Prozess als auch die Erscheinung eines Werkes wesentlich prägen.Material wird dabei nicht allein als Träger einer Form verstanden, sondern als aktiver Bestandteil künstlerischer Prozesse. Oberflächen speichern Spuren von Bearbeitung, Verdichtung und Transformation; sie fungieren als sensible Zonen, in denen Zeit sichtbar wird. Schichtungen, Abrieb, Wiederholung und Veränderung lassen das Werk als Prozess erscheinen, in dem Dauer und Moment miteinander verschränkt sind.
Vor diesem Hintergrund rückt auch das Licht als konstitutives Element der Wahrnehmung in den Fokus. Es modelliert Formen, aktiviert Oberflächen und verändert mit jeder Verschiebung von Perspektive, Distanz oder Intensität die Erscheinung des Werkes. Licht wirkt dabei nicht nur als physikalisches Phänomen, sondern auch als atmosphärischer und räumlicher Faktor, der Materialität erst sichtbar und erfahrbar macht.Die in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler nähern sich diesem Spannungsfeld aus unterschiedlichen medialen und konzeptuellen Perspektiven:
Thomas Driendl arbeitet fotografisch und untersucht in seinen Bildern die Beziehung von Bewegung, Wahrnehmung und Licht. Durch experimentelle fotografische Verfahren entstehen Bildräume, in denen sich Zeit als visuelle Spur und Verdichtung von Momenten manifestiert.
Svava Egilson arbeitet im Medium der Textilkunst. Gewebe, Fäden und textile Strukturen werden zu Bildträgern, in denen Materialität, Rhythmus und Licht in reduzierten, oft seriellen Kompositionen sichtbar werden.
Klaus Giesriegl entwickelt grafische Arbeiten, in denen Ornament und Zeichen als strukturierende Elemente fungieren. Linien, Wiederholungen und modulare Formen erzeugen Bildordnungen zwischen Zeichenhaftigkeit und abstrakter Struktur.
Brigitte Gmach realisiert Papierarbeiten, bei denen Faltungen, Schnitte und Schichtungen die physische Präsenz des Materials hervorheben. Papier wird dabei zum plastischen Medium, das Licht und Schatten als integrale Bestandteile der Form erfahrbar macht.
Barbara Löffler nutzt Fotografie als Mittel der Untersuchung von Oberfläche, Struktur und Licht. Durch präzise Bildausschnitte wird alltägliches Bildmaterial in abstrakte, atmosphärisch verdichtete Bildräume überführt.
Ines Nickchen arbeitet mit keramischen Formen, deren Oberflächen durch Glasur, Struktur und Brennprozess geprägt sind. Material, Lichtreflexion und haptische Qualität verbinden sich zu einer konzentrierten plastischen Präsenz.
Material – Zeit – Licht versteht sich als kuratorische Annäherung an das Bild als dynamisches Gefüge – als Ort, an dem Material, Oberfläche und Licht in ein offenes Verhältnis treten und Wahrnehmung nicht als statischer Zustand, sondern als fortwährende Bewegung erfahrbar wird.Die Vernissage ist am 26. März um 19 Uhr. Die Ausstellung ist an Sonntage 16-19 Uhr vom 29. März bis 5. Juli 2026 geöffnet. Während der Öffnungszeiten finden mehrere Workshops und Einführungen durch die Künstlerinnen und Künstler statt. Die Zeiten und Themen werde auf www.instagra,.com/zillergalerie und www.facebook.com/zillergalerie veröffentlicht.
Mit Stift und spitzer Feder
Ausstellung in der Ziller Galerie in Stumm Mit Stift und spitzer Feder Zeichnung und Karikatur im Dialog – eine Ausstellung der feinen Linien Ziller Galerie Stumm, 23. November 2025 bis 15. März 2026 Vernissage: Donnerstag, 20. November 2025, 19 Uhr In der neuen Ausstellung „Mit Stift und spitzer Feder“ in der Ziller Galerie in Stumm steht eine der ursprünglichsten Ausdrucksformen der Kunst im Mittelpunkt: die Zeichnung. Ob mit Bleistift, Feder oder Tusche – die Linie wird hier zum Träger von Beobachtung, Emotion, Humor und kritischem Denken. Acht Künstlerinnen und Künstler präsentieren Werke, die zeigen, wie facettenreich, lebendig und zeitgemäß das Medium Zeichnung sein kann. Mit feinem Gespür für Linie, Struktur und Ausdruck führen die Arbeiten dieser Ausstellung einen spannenden Dialog zwischen Präzision und Spontaneität, zwischen Ernsthaftigkeit und Ironie. Zeichnung und Karikatur begegnen sich, ergänzen und kontrastieren einander – als Ausdruck von Wahrnehmung und als Spiegel der Zeit. Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung Martin Abentung richtet seinen Blick auf den Menschen. In seinen Zeichnungen steht stets das Individuum im Zentrum – in seinem Alltag, in seinen Stimmungen, in seinen stillen Momenten. Abentung interessiert sich für die Zwischentöne menschlicher Präsenz und lässt in seinen Arbeiten Nähe und Authentizität entstehen. Bernhard Weger führt die Besucherinnen und Besucher mit seinen Tuschepinsel-Zeichnungen in die Welt der traditionellen Tiroler Architektur. Mit sicherer Hand fängt er die Atmosphäre alter Bauernhäuser und Gehöfte ein. Seine Zeichnungen verbinden strukturelle Klarheit mit einem malerischen Gestus, der den Charakter der alpinen Baukultur poetisch spürbar macht. Helmut Kasper hingegen wählt den Weg des Witzes. Seine Karikaturen sind präzise Beobachtungen unserer Zeit – humorvoll, kritisch und pointiert. Hinter der scharfen Linie steckt ein tiefes Verständnis gesellschaftlicher Zusammenhänge, das seine Werke zu weit mehr als bloßen Satiren macht: Sie sind intelligente Kommentare zu Politik und Alltag. Walter Kamper erkundet in seinen Tusche- und Bleistiftzeichnungen die Beziehung zwischen Mensch und Raum. Seine Porträts und architektonischen Darstellungen bestechen durch eine ausgewogene Komposition und eine klare, ruhige Linie. Neben seinen fein strukturierten Studien widmet er sich auch der Karikatur, in der er Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit treffender Ironie porträtiert. Wanda Mohilova widmet sich dem menschlichen Körper in Bewegung. Ihre Aktskizzen sind von sensibler Linienführung geprägt, sie erfassen Haltung, Spannung und Ausdruck in einem Moment der Unmittelbarkeit. Ihre Zeichnungen wirken lebendig, poetisch und zugleich von großer zeichnerischer Sicherheit getragen. Josef Huber interpretiert das Zeichnerische auf abstrakte Weise. Seine Kohlezeichnungen auf Leinwand spielen mit dem Wechselspiel von Linie und Fläche, von Struktur und Auflösung. Die kräftige Geste und die dynamische Komposition verleihen seinen Arbeiten eine energetische Spannung, die das Auge in Bewegung hält. Monika Höller erzählt in ihren Zeichnungen kleine Geschichten des Alltags. Mit feinem Humor und empathischem Blick hält sie Begegnungen, Emotionen und Situationen fest, die oft unbemerkt bleiben – und verleiht ihnen durch die Linie eine besondere Leichtigkeit und Wärme. Ihre Arbeiten laden gleichermaßen zum Schmunzeln wie zum Nachdenken ein. Carolin Steiner arbeitet mit abstrahierten Tuschezeichnungen, die von Rhythmus und Bewegung leben. Ihre Linien scheinen sich auf dem Papier zu entfalten, zu tanzen und wieder zur Ruhe zu kommen. So entstehen poetische Kompositionen, die intuitiv wirken und doch eine innere Ordnung erkennen lassen. Sieghart Bader schließlich verbindet Bleistift und Tusche zu einer ganz eigenen Bildsprache, die zwischen Abstraktion und Illustration oszilliert. Seine Werke spielen mit Kontrasten, Strukturen und Andeutungen – sie wirken wie Gedanken, die sich in Linienform manifestieren, frei und doch präzise. Die Linie als Ausdruck der Vielfalt Was alle diese Positionen verbindet, ist die Leidenschaft für die Linie. Ob als analytisches Werkzeug, als erzählerisches Medium, als satirisches Statement oder als expressiver Ausdruck: In der Ausstellung „Mit Stift und spitzer Feder“ zeigt sich die Zeichnung als ein unmittelbares, kraftvolles und zugleich feinsinniges Ausdrucksmittel. Die Schau lädt dazu ein, genau hinzusehen, Zwischentöne zu entdecken und den Dialog zwischen Strich und Bedeutung zu erleben. Hier begegnen sich künstlerische Handschriften, die so unterschiedlich sind wie die Themen, die sie berühren – und doch alle in einer gemeinsamen Sprache sprechen: der Sprache der Linie. Wir bieten Vermittlungstermine an, um dem Publikum die Zeichentechniken näher zu bringen. Bei freiem Eintritt jeweils um 16 Uhr 30: 25. JÄNNER - Kohle in Aktion - speed drawing Josef Huber zeigt, wie er mit Kohle arbeitet 08. FEBRUAR- wir zeichnen ein Portrait in 20 Minuten Martin Abentung führt in die Portaitskizze ein 01. MÄRZ - Helmut Kasper erklärt Tipps und Tricks um eine Karikatur zu machen Ausstellungsinformationen Ausstellungsdauer: 23. November 2025 – 15. März 2026 Vernissage: Donnerstag, 20. November 2025, 19 Uhr Ort: Ziller Galerie, Dorfstraße 29, Gemeindehaus Stumm Öffnungszeiten: Sonntags 16–19 Uhr sowie für Gruppen ab 6 Personen nach Vereinbarung 📞 +43 676 6343878 | ✉️ zillergalerie@kulturnetzTirol.at
Susanne Liner – Blind sehen
Sehr geehrte Vertreter und Vertreterinnen der Presse, mit diesem Schreiben dürfen wir Ihnen folgende Ausstellung in der Ziller Galerie im Gemeindehaus Stumm/ Zillertal – bei freiem Eintritt frei und folgenden Öffnungszeiten Fr+So 16-19 Uhr – ankündigen: Susanne Liner blind sehen – im Rahmen 20 Jahre Kultur Festival Stummer Schrei 23.05. - 19.7.2024 Kuratorinnenführung: Fr, 12.07., jeweils 18 Uhr mit Karin Pernegger mit anschließender Festival Premiere von „Judas“ um 20 Uhr Die Ziller Galerie des kulturnetzTirols widmet anlässlich dem 20-jährigen Jubiläums des Kultur Festival Stummer Schrei der Schwazer Künstlerin Susanne Liner (1976) eine Einzelausstellung. Im Zentrum der Präsentation steht das von der Künstlerin gestaltete Sujets des diesjährigen Festivals, dessen Bildkomposition Arbeiten aus den letzten 13 Jahren gegenübergestellt wird. Unter dem eindringlichen Titel blind sehen nimmt sich die Werkauswahl gesellschaftliche Traditionen, wie z. B. das Verhältnis der Geschlechter, zum Spiegelbild, um im Sinne der Künstlerin, ein Narrativ für eine moderne und starke Weiblichkeit zu proklamieren. Die Arbeiten der Künstlerin thematisieren unterschiedliche Körperbilder weiblicher Identität, deren Körpersprachen Metamorphosen zwischen einem gesellschaftlich konditionierten und seelischen Selbst zum Ausdruck bringen. Das Kultur Festival Stummer Schrei findet vom 15.06. – 11.08.2024 unter der neuen Leitung von Edwin Hochmuth statt. Das von Liner gestaltete Sujet des diesjährigen Festivals reagiert insbesondere auf Ekkehard Schönwieses Stück „Gwissen“, das unter der Regie von Edwin Hochmut diesen Sommer Premiere hat. Der Impuls zur Kooperation zwischen den beiden Kulturinitiativen – dem Stummen Schrei und der Ziller Galerie – entstand aus der Motivation gemeinsam den Kultur- und Kunststandort Stumm zu bewerben, um das Thema Kultur am Land in seiner Vielfalt darzustellen. Karin Pernegger wurde vom kulturnetzTirol beauftragt, das Kooperationsprojekt anzustoßen und die Ausstellung zu kuratieren. Foto: Hans Weisböck






















